Die Spitäler im Kanton Luzern haben 2025 sowohl beim Personalbestand als auch bei den Behandlungszahlen zugelegt. Dabei entwickelte sich das Stellenvolumen in den verschiedenen Berufsgruppen unterschiedlich: Während die Zahl der ärztlichen Vollzeitstellen deutlich zunahm, fiel das Wachstum in der Pflege geringer aus.
Das Stellenvolumen der angestellten Ärztinnen und Ärzte stieg 2025 um 6,3 Prozent. In der Pflege betrug der Zuwachs 2,1 Prozent. Insgesamt beschäftigten die zehn Spitalbetriebe im Kanton rund 12’800 Personen.
Mehr Personal und mehr stationäre Behandlungen
Die aktuellen Zahlen der Luzerner Krankenhausstatistik von Lustat zeigen, dass die Spitäler im Kanton ihre Kapazitäten ausgebaut haben. Das gesamte Stellenvolumen stieg gegenüber dem Vorjahr um 3,5 Prozent auf rund 9’900 Vollzeitäquivalente.
Gleichzeitig wurden 2025 insgesamt 67’600 stationäre Hospitalisierungen registriert. Das entspricht einem Anstieg von 2,0 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Rund 90 Prozent der stationären Hospitalisierungen entfielen auf die Akutspitäler. Dazu gehören das Luzerner Kantonsspital, die Hirslanden Klinik St. Anna und das Geburtshaus Terra Alta. Im Akutbereich nahm die Zahl der stationären Fälle insgesamt um 1,4 Prozent zu.
Ärzte und Pflege entwickeln sich unterschiedlich
Besonders deutlich sind die Unterschiede beim Personalwachstum. Die Zahl der ärztlichen Vollzeitäquivalente stieg um 6,3 Prozent. Beim Pflegepersonal lag der Zuwachs dagegen bei 2,1 Prozent.
Das medizinisch-technische und medizinisch-therapeutische Personal verzeichnete ein Wachstum von 5,0 Prozent.
Insgesamt entfielen rund 4’000 Vollzeitstellen auf die Pflege, einschliesslich Personen in Ausbildung. Damit bleibt die Pflege eine grosse Berufsgruppe innerhalb der Luzerner Spitäler, auch wenn ihr Stellenvolumen 2025 weniger stark wuchs als jenes der Ärzteschaft.
Das Luzerner Kantonsspital baut Stellen aus
Innerhalb der Akutspitäler entfiel der Stellenzuwachs auf das Luzerner Kantonsspital (LUKS). Das Spital baute sein Stellenvolumen um 296 Vollzeitäquivalente aus.
Insgesamt verfügten die Akutspitäler über rund 7’300 Vollzeitstellen. Das entspricht einem Anstieg von 3,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Auch in anderen Versorgungsbereichen nahm das Stellenvolumen zu. In den Rehabilitationskliniken einschliesslich des Schweizer Paraplegiker-Zentrums stieg es um 4,3 Prozent auf knapp 1’500 Vollzeitäquivalente. In der Psychiatrie betrug das Wachstum 2,5 Prozent auf rund 1’100 Vollzeitstellen.
Pflegeausbildung verzeichnet wieder einen Zuwachs
Eine weitere Entwicklung betrifft das Pflegepersonal in Ausbildung. Nachdem dessen Stellenvolumen seit 2021 jedes Jahr zurückgegangen war, wurde 2025 erstmals wieder ein Anstieg registriert.
Die Zahl erreichte rund 900 Vollzeitäquivalente. Die Statistik zeigt damit eine Veränderung gegenüber den Vorjahren. Ob sich daraus ein längerfristiger Trend entwickelt, lässt sich anhand dieser einzelnen Jahreszahl noch nicht beurteilen.
Psychiatrie und Rehabilitation mit steigenden Fallzahlen
Nicht alle Versorgungsbereiche entwickelten sich bei den Behandlungszahlen gleich. Während die stationären Hospitalisierungen in den Akutspitälern um 1,4 Prozent zunahmen, fiel das Wachstum in der Psychiatrie und Rehabilitation stärker aus.
- Psychiatrie: Rund 3’100 stationäre Fälle, ein Plus von 6,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
- Rehabilitation: Rund 3’500 stationäre Hospitalisierungen, ein Anstieg von 8,2 Prozent.
- Akutspitäler: Ein Zuwachs der stationären Hospitalisierungen um 1,4 Prozent.
In der Psychiatrie stieg die Zahl der Behandlungen seit 2020 durchschnittlich um 4,9 Prozent pro Jahr. Diese Zahlen zeigen, dass die Nachfrage nach stationären Leistungen je nach Versorgungsbereich unterschiedlich zunimmt.
Kürzere Aufenthalte in den Akutspitälern
Neben den Personal- und Fallzahlen hat sich auch die durchschnittliche Aufenthaltsdauer verändert. In den Akutspitälern sank sie innerhalb von zehn Jahren von 5,6 auf 4,7 Tage.
Eine kürzere Aufenthaltsdauer bedeutet, dass stationäre Behandlungen im Durchschnitt weniger lange dauern. Aus dieser Entwicklung allein lässt sich jedoch nicht ableiten, welche Auswirkungen sie auf den individuellen Pflegeaufwand oder die Arbeitsbelastung des Personals hat.
Wie viele Betten stehen zur Verfügung?
Die Luzerner Spitäler verfügten 2025 über rund 1’600 stationäre Betten. Davon entfielen 940 auf die Akutversorgung und 313 auf die Psychiatrie.
Das Schweizer Paraplegiker-Zentrum erhöhte seine Bettenzahl um zehn auf 190. Auch das Luzerner Kantonsspital verfügte über mehr Betten als im Vorjahr. Bei der Hirslanden Klinik St. Anna waren im Zusammenhang mit einem Neubauprojekt weiterhin Betten vorübergehend geschlossen.
Was die Zahlen über die Personalentwicklung zeigen
Die Luzerner Krankenhausstatistik verdeutlicht, dass sich Personalbestand und Behandlungszahlen parallel entwickeln, jedoch nicht in allen Bereichen gleich stark. Während die stationären Hospitalisierungen insgesamt um 2,0 Prozent zunahmen, stieg das gesamte Stellenvolumen um 3,5 Prozent.
Innerhalb der Berufsgruppen war das Wachstum bei den angestellten Ärztinnen und Ärzten stärker als in der Pflege. Gleichzeitig nahm das Stellenvolumen des Pflegepersonals in Ausbildung erstmals seit 2021 wieder zu.
Die Zahlen beschreiben die Entwicklung des Jahres 2025. Sie zeigen Unterschiede zwischen Berufsgruppen und Versorgungsbereichen, erklären aber nicht allein die Gründe für diese Veränderungen.
Arbeiten im Schweizer Gesundheitswesen
Die Personalentwicklung in den Luzerner Spitälern zeigt, wie sich die Beschäftigungsmöglichkeiten und Strukturen im Gesundheitswesen verändern. Für Ärztinnen, Ärzte, Pflegefachkräfte und weitere medizinische Fachpersonen bleibt die Entwicklung der Spitallandschaft ein wichtiger Faktor bei der beruflichen Orientierung.
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Quellenhinweis
Dieser Beitrag basiert auf einem Fachartikel von Medinside vom 15. Oktober 2026 und den darin beschriebenen Zahlen der Luzerner Krankenhausstatistik von Lustat. Den Originalbeitrag finden Sie hier:
https://www.medinside.ch/de/luzerner-spitaeler-arzte-legen-staerker-zu-als-pflege-20261015